Kirche

Treffpunkt an Sonn- und Wochentagen

Heilig Geist vor Umbau
Bildrechte: privat
Kirchenraum 2013
Bildrechte: Ute Baumann
Siebenarmiger Leuchter
Bildrechte: Ute Baumann
Taufkapelle
Bildrechte: Ute Baumann

Die Heilig-Geist-Kirche, 1963 eingeweiht, wurde in den Jahren 2012-13 umgebaut, die Gemeinderäume in das Kirchengebäude integriert. Dadurch hat die Kirche ein Foyer gewonnen, dass für Ausstellungen, Empfänge und auch den regelmäßigen Eine-Welt-Verkauf genutzt wird. Gleich in den Blick fällt der rote Tresen, der nicht nur für den Mittagstisch am Stadtteildienstag genutzt wird.

Kirchenraum

Die Altarwand, eine Betonplastik des Münchner Bildhauers Karlheinz Hofmann zieht beim Betreten des Kirchenraums die Blicke sofort auf sich. Wuchtig und doch nicht niederdrückend stellt sie auf einer 11 mal 13 Meter großen Fläche das Pfingstwunder, also die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger, dar. von der Decke heraub kommende Strahlen treffen auf eine nur in den Umrissen angedeutete Menschengruppe (die 12 Apostel). Die verwandelnde Wirkung der Kraft des Heiligen Geistes wird angedeutet durch einen mattgoldenen Schimmer um die Häupter der Jüngergruppe. 

Etwas unterhalb der Pfingstdarstellung ist die Grundsteintafel in die Altarwand eingelassen. Die Jahreszahl 1962 und ein altchristliches Symbol erinnern daran, dass hier am 15. Juli 1962 der Grundstein für die Kirche gelegt wurde.Die im Fundamentbeton ruhende Kupferkassette enthält neben einem Neuen Testament, den Bauplänen, Tageszeitungen und Münzgeld auch Urkunden zur Grundsteinlegung. 

Der Altar besteht aus einem Block aus südtiroler Travertin. Ein vom Bildhauer Karlheinz Hofmann geschaffenes Altarkreuz mit drei Bergkristallen markiert das inhaltliche Zentrum der Kirche. Es trägt zwischen den beiden Ständern ein kleines Relief, das die Einsetzung des Heiligen Abendmahls darstellt.

Die Altarbibel enthält eine Widmung des früheren Bundeskanzlers Ludwig Erhard, der als Sohn der Stadt Fürth diese Bibel der Gemeinde zum Weihnachtsfest 1963 geschenkt hat. 

Die Paramente an Altar und Kanzel sind zum Teil noch Arbeiten von Inger Gulbransson, der Witwe des bekannten Kirchenbaumeisters Olaf Gulbransson.

Der Altarleuchter, nach einem Entwurf von Karlheinz Hofmann aus Schmiedebronze gefertigt, erinnert an den siebenarmigen Leuchter im Tempel von Jerusalem und trägt entsprechend den sieben Schöpfungstagen im Alten Testament sieben Altarkerzen. 

Rechts neben dem Altar steht der bronzene Leuchter mit der Osterkerze, die jedes Jahr zu Ostern erneuert wird. Die Osterkerze brennt im Gottesdienst, bei Abendmahls- und Tauffeiern und erinnert an Christus als das Licht der Welt. 

Taufkapelle

Durch die Verlegung der Orgel von der Südseite der Kirche auf die Nordseite beim Umbau 2021-13 entstand eine Empore und darunter eine Taufkapelle. Der Taufstein, ebenfalls aus hellem Travertin mit einem bronzenen Becken, steht in der Mitte dieses Raumes. Dahinter leuchtet das einzige Buntfenster der Kirche. Es stellt nach einem Entwurf des Künstlers Arno Bromberger aus Vaterstetten in seinem oberen Teil eine Taube - Symbol des Heiligen Geistes und der Taufe - dar. Der untere Teil zeigt eine Wasserfläche, die sich in bunten Farben bricht.