Neu, ganz neu, alles ganz anders. Neues Jahr, neues Glück!? Wirklich? Beim nächsten Mal wird alles besser? Manchmal wünsche ich mir das. Manchmal habe ich regelrecht Angst davor.
Ein Neuanfang. Vermutlich kennt das jede und jeder von uns. Man lässt Altes hinter sich und lässt sich auf etwas Neues ein. Bei jedem Neuanfang spielt das eine Rolle: Bei dem Beginn einer neuen Liebe, nach dem Verlust eines geliebten Menschen, der Genesung nach langer Krankheit, bei einer neuen Arbeitsstelle oder bei einem Wohnortwechsel. Beispiele gibt es noch viel mehr. Ein Neuanfang ist immer von großer Bedeutung und oft von Nöten. Er ist immer ein Wagnis, ein Schritt ins Ungewisse. Es erfordert Mut, sich auf Neues einzulassen, die Wohlfühl-Zone zu verlassen und neu zu beginnen. Und genau diese Gewissheit, dass alles neu wird, verspricht uns Gott. Neues beginnt, Altes vergeht.
Diese Botschaft in unserer Zeit anzunehmen fällt schwer, weil die Negativschlagzeilen von Streit, Unrecht, Krieg und Zerstörung zur Gewohnheit geworden sind.
Es ist nicht leicht, die Augen und Ohren offen zu halten und Zwischenräume zu erkennen, Lichtmomente in dunkler Zeit. Diese kleinen Hoffnungsräume, die uns Mut machen, an Veränderungen und Besserungen zu glauben und uns helfen, diese Worte als einen Hoffnungsgedanken zu erfassen. Als Hoffnung darauf, dass Veränderung möglich ist, dass es besser werden kann und das Neues beginnen wird. Wachstum, Veränderung, Wandel geschehen - schon hier und jetzt. Wir müssen nicht bis ans Ende der Zeit warten.
Ich wünsche uns allen, dass wir uns dafür öffnen und das unsere dazu tun.
Einen gesegneten Neuanfang 2026 mit Gottes Zusage
„Siehe, ich mache alles neu!“
wünscht Karin Wildt, Klinikseelsorgerin