Werden - Andacht Dezember

Hände
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"Freue Dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr."
Sacharja 2,14

„Tochter Zion, freue Dich!“ Vielleicht haben Sie beim Lesen des Monatsspruches gleich das passende Adventslied im Kopf? Auch wenn man es gedanklich unter Weihnachten abgespeichert hat, es ist ein Adventslied. Eines, das von Vorbereitung erzählt, von freudiger Erwartung.

Sacharja, der Prophet, ruft auf zur freudigen Erwartung. Der Herr ist noch nicht da, aber er kündigt sein Kommen an: „Ich will bei Dir wohnen“. Gott will bei seinen Menschen wohnen, sein Sohn kommt als Mensch auf diese Welt. Jesus wird als kleines Baby im Stall geboren, wir kennen die Geschichte. Und doch ist sie so viel mehr als nur eine Geschichte; es ist die Geschichte Gottes mit seinem Volk,
mit seinen Menschen. Wir sind in die Geschichte dieses Volkes hineingenommen, in die Traditionen des Alten Bundes, in die Verheißungen der Propheten. Und hier ruft einer uns auf: Freuen sollen wir uns! Und zwar nicht, weil wir etwas haben, sondern weil es sein wird. Die Vorfreude, die Hoffnung, die Erwartung ist schon wichtig. Das Werden hat einen eigenen Wert. Der Herr kommt.

Nehmen Sie sich doch Zeit, sich über das Werden zu freuen in diesem Advent. Noch nicht alles ist (schon), es wird (erst). Damit leben wir täglich, aber es muss nicht alles schon bestehen, sondern manchmal sind die Prozesse des Werdens schon gut für sich genommen. Lassen Sie es werden, gemeinsam mit Gott: Weihnachten, Miteinander, Friede auf Erden!

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen
Ihr
Pfarrer Norbert Ehrensperger