Hoffnungsboten - Andacht April

Hände
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Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: "Ich habe den Herrn gesehen." Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.
Johannes 20,18

Maria ist die wichtigste Auferstehungszeugin. Sie stand selbst unter dem Kreuz, hat Jesu Tod unmittelbar erlebt. Früh macht sie sich auf den Weg zum Grab und entdeckt, dass das Grab Jesu offensteht. Ganz allein bleibt Maria vor Ort und trauert. Ja, Maria ist die erste Auferstehungszeugin. Sie steht am Grab und zwei Engel erscheinen ihr. Sie fragen nach dem Grund ihrer Trauer und sie antwortet: "Man hat meinen toten Herrn weggetragen." Und dann steht Jesus vor ihr und fragt: "Wen suchst du?“ Und erst als er sie mit ihrem Namen anspricht, da erkennt sie ihn. Und er gibt ihr den Auftrag, den Jüngern die Botschaft seiner Auferstehung zu bringen.

Nach diesem Erlebnis eilt sie so schnell sie kann zu den Jüngern. Und erzählt ihnen, was so unfassbar ist, was sie gesehen und erlebt hat. Aber sie kann eben nur erzählen! Zunächst haben die Jünger „nur“ den Bericht einer Frau. Ich kann mir vorstellen, dass die Jünger am Wahrheitsgehalt der Geschichte gezweifelt haben. Erst als ihnen Jesus erscheint fällt es ihnen auch leichter zu glauben, was sie mit eigenen Augen sehen.

Ein junger Mann aus meiner Bekanntschaft hat mich mal gefragt, ob ich mir vorstellen kann, dass Jesus wirklich auferstanden ist. Und er meinte dann: „Wenn Jesus einfach in mein Zimmer kommen würde und mit mir reden, das wäre cool. Das würde mich überzeugen!“ Da er ganz in meiner Nähe wohnte, konnte ich nicht anders. Ich habe ihn gebeten: „Wenn er zu dir kommt, dann schick ihn doch bitte auch ein paar Häuser weiter zu mir!“ Wir haben den auferstandenen Jesus nicht mit eigenen Augen sehen können. Aber ich wünsche uns allen, dass wir, nach der Passionszeit am Ostermorgen voller Freude zueinander sagen dürfen: „Der Herr ist auferstanden“. Und dass wir, wie Maria, die Botschaft seiner Auferstehung weitergeben können.

Sibylle Hellinger