Das Leben siegt über den Tod

Klageraum an Karfreitag
Bildrechte: Norbert Ehrensperger

Der April steht kirchlich ganz im Zeichen des höchsten christlichen Festes und seiner Vorbereitung: Passion und Ostern. In der Passionszeit machen wir uns bewusst,
dass Gott sich ganz auf die Seite seiner Menschen begeben und Leid, Schmerz und schließlich sogar den Tod auf sich genommen hat. Nicht einmal dieses tiefste Dunkel unserer menschlichen Existenz ist unserem Schöpfer selbst fremd. An Ostern dann haben erst die Jüngerinnen, dann die Jünger begriffen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, der Tod besiegt ist. Das feiern wir nach zwei stark eingeschränkten Jahren wieder gemeinsam. Alle Termine finden sich auch im Gottesdienstkalender mit den entsprechenden Zeiten.


Gründonnerstag
An diesem Abend gedenken wir der Einsetzung des Abendmahls im Gottesdienst, wir feiern gemeinsam, dass sich Jesus in Brot und Kelch selbst gibt. In Heilig Geist feiern wir wieder im gewohnten Kreis um den Altar. Noch geben wir uns nicht die Hände und halten Abstand, auch die Einzelkelche bleiben uns erhalten, aber das Gefühl der Gemeinschaft ist viel mehr gegeben, wenn wir uns um den Tisch in der Mitte versammeln.


Karfreitag
Den Todestag Jesu bedenken wir im Gottesdienst um 09:30 Uhr und zur Todesstunde öffnen Eva Siemoneit-Wanke und Norbert Ehrensperger um 14:45 Uhr den Klageraum in der Kirche. Andachten, Gebete, Lesungen, Musik und Stille wechseln sich ab. Es gibt die Gelegenheit zu Gesprächen, eigenen Gebeten an Kerzentisch und Klagemauer. 

Ostern
In der Osternachtsandacht auf dem Kirchhof wird zum ersten Mal die neue Osterkerze entzündet, die uns dann in jedem Gottesdienst leuchtet und vom Sieg des Lebens
über den Tod erzählt. Wir versammeln uns etwa eine halbe Stunde um das Osterfeuer, singen und beten gemeinsam mit den Jugendlichen, die zum ersten mal wieder
eine Osternacht im Gemeindezentrum gemeinsam verbracht haben. Der Festgottesdienst am Ostersonntag mit Abendmahl und der Gottesdienst am Ostermontag feiern schließlich Jesu Auferstehung nach der längsten Vorbereitungszeit im Kirchenjahr. 

Norbert Ehrensperger